Psychotherapeutische Praxis für Verhaltenstherapie
Psychotherapeutische Praxis für Verhaltenstherapie
Praxis für Psychotherapie
Praxis für Psychotherapie

Burn-Out, Bore-Out

Bei chronischer Unterforderung im Arbeitsleben spricht man vom Bore-Out-Syndrom, bei Überforderung vom Burn-Out-Syndrom.

 

Beide Begriffe erfreuen sich größter Beliebtheit, wahrscheinlich auch, weil sie den Zustand der Betroffenen gut widerspiegeln, Personen sich gut darin wiederfinden, ohne sich dabei stigmatisiert zu fühlen.

 

Beide Syndrome stellen keine klinische Behandlungsdiagnose dar, sondern werden als Problem der Lebensbewältigung klassifiziert. Bei stark ausgeprägten Zuständen kann sich z. B. eine Angststörung oder depressive Erkrankung entwickeln.

 

Es gibt eine Vielzahl von Definitionen dieser Begrifflichkeiten.

 

Bore-Out meint eine chronische Unterforderung am Arbeitsplatz, es kommt zu starker Gereiztheit, Lustlosigkeit, Frustration, Müdigkeit. Die Betroffenen sind gelangweilt, desinteressiert an ihrer Tätigkeit, eher überqualifiziert.

 

Paradoxerweise täuschen die Personen Arbeit vor, um zusätzliche Arbeit zu vermeiden sowie aus Angst, den Job zu verlieren oder mehr Zeit für eigene Dinge am Arbeitsplatz zu haben. So kommt es zu noch weniger Anerkennung, der unzufriedenstellende Zustand wird aufrechterhalten. Irgendwann fehlt es an Energie, aus diesem Teufelskreis zu entkommen.

 

Burn-Out meint den Zustand totaler Erschöpfung und Leistungsminderung, welchem eine Phase voller Energie, Engagement, Idealismus vorausging. Es herrscht häufig ein sehr hoher Leistungsanspruch an sich und andere vor.

Weitere Symptome sind zunehmende Gereiztheit, Apathie, Gleichgültigkeit gegenüber den Gefühlen von sich und anderen. Die Personen fühlen sich den steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen, haben oft das Gefühl infeffizient, ineffektiv zu sein, haben das ständige Gefühl von Misserfolg.

 

 

Behandlung

Ein mögliche Behandlung könnte folgendermaßen aussehen:

 

Bewältigungsstrategien

Je nach Ausprägung kommen in der Behandlung Elemente aus der Depressions- und Stressbewältigung zur Anwendung (s. Depression, Stressbewältigung), wobei hier der Schwerpunkt auf dem Arbeitsleben liegt. Ich halte eine praxisbezogene Anwendung für sehr wichtig, d. h., einzelne Strategien sollen geübt werden, angewendet werden, so dass sich schrittweise eine Veränderung ergeben kann.

 

Bei z. B. Burn-Out und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz wird ein Erklärungsmodell bzw. Belastungsmodell für die Beschwerden entwickelt, es wird eine auf das Arbeitsleben bezogene Stressanalyse gemacht, es werden Strategien der Belastungsreduktion im Arbeitsleben erarbeitet. Ein wichtiger Teil stellt oftmals der Umgang mit Kollegen oder Konflikten am Arbeitsplatz dar, wobei hier in Rollenspielen u. a. das Führen eines Konfliktgespräches in sozial kompetenter, selbstsicherer Weise (also nicht aggressiv oder unterwürfig) geübt werden kann. Auch werden berufliche Stärken und Möglichkeiten beruflicher Weiterentwicklung, Umorientierung reflektiert.

 

 

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