Psychotherapeutische Praxis für Verhaltenstherapie
Psychotherapeutische Praxis für Verhaltenstherapie
Praxis für Psychotherapie
Praxis für Psychotherapie

Panikstörung, Agoraphobie und spezifische Phobien

Symptome der Panikstörung

Eine Pankikattacke geht mit starker Angst/ Unbehagen ohne reale Gefahr von außen einher, die Auslöser stellen meist im Körper wahrgenommen Reize oder Gedanken und Vorstellungen dar.

Die häufigsten somatischen Symptome sind Herzrasen, Herzklopfen, Atemnot, Schwindel, Schwitzen, Benommenheit, Brustschmerzen, Engegefühl in der Brust.

Die Welt kann auf einmal unwirklich erscheinen. Es entsteht die  Angst vor Kontrollverlust bis hin zu Todesangst.

Auf der Verhaltensebene kommt es zu Fluchtverhalten bzw. hilfesuchendem Verhalten, z. B. wird der Notarzt gerufen.

 

Symptome der Agoraphobie

Es besteht eine Furcht vor mindestens zwei Situationen wie Menschenmengen, öffentlichen Plätzen, alleine zu verreisen bzw. weit weg von zu Hause zu verreisen, oftmals werden diese Situationen komplett gemieden. Eine Entfernung von sicheren Orten, wie vom eigenen zu Hause, kann als sehr bedrohlich erlebt werden. Das Fehlen eines persönlich ermittelten Fluchtweges ist bedrohlich, es besteht die Angst, in der Öffentlichkeit zu kollabieren und hilflos ausgeliefert zu sein.

Angstauslösende Situationen können oftmals nur noch mit Begleitung oder bestimmten Sicherheitsvorkehrungen (wie z. B. Notfallmedikament dabei haben, Mobiltelefon immer mitnehmen) aufgesucht werden.

Diese agoraphobische Angst kann verschiedene vegetative Symptome auslösen, s. oben Panikstörung.

Eine Agoraphobie kann mit und ohne Panikattacken auftreten.

 

Symptome der spezifischen, isolierten Phobien

Diese Ängste sind auf spezifische Situationen beschränkt wie z. B. auf Tiere, Höhe, Fliegen, Dunkelheit, geschlossene Räume, Verzehr bestimmter Speisen, Besuch öffentlicher Toiletten, Anblick von Blut, Angst sich mit einer Krankheit in einer speziellen Situation anzustecken, Angst vor Prüfungen.

Die Intensität der Angst hängt davon ob, wie leicht die Objekte oder Situationen gemieden werden können.

Hier ist also die Angst auf ein spezifisches Objekt oder eine spezielle Situation begrenzt. Wird das Objekt oder die Situation nicht gemieden, kann die Angst bis zu Panik reichen, es kommt zu vegetativen Symptomen s. oben Panikstörung in unterschiedlicher Intensität. 

 

 

 

Behandlung

Eine mögliche Behandlung könnte folgendermaßen aussehen:



Bewältigung der Panikstörung

Es wird gemeinsam ein Erkärungsmodell erarbeitet, der Patient soll für sich selbst verstehen, wie und warum die Störung entstehen konnte.

Welche körperlichen, psychischen Veranlagungen begünstigen meine Erkrankung, wie wird meine Angst aufrechterhalten, konkrete Veränderungsschritte, Bewältigungsstrategien werden erarbeitet.

Was ist Sicherheitsverhalten?

Nehme ich beruhigende Medikamente, um die Angst besser zu ertragen?

Es werden angstauslösende Verhaltensübungen mit ausführlicher Vor- und Nachbesprechung durchgeführt, d. h., es werden körperliche Symptome provoziert. Die Konfrontation mit der Angst lässt diese in Folge weniger werden, körperliche Symptome von vorne herein zu vermeiden oder nur mit diversen Hilfsmitteln sich in den Alltag zu wagen, lässt die Angst größer werden.

Es geht nicht um Mutproben, sondern darum, sich wieder in alltägliche Situationen zu begeben ohne Sicherheitsvorkehrungen treffen zu müsen. Ein Beispiel wäre, alleine ohne Handy einen flotten Spaziergang in der Natur auf einem wenig frequentierten Weg zu machen und bewusst auch einen schnelleren Herzschlag zu erzeugen.

Wie gehe ich mit einem Rückfall um?

 

Bewältigung der Agoraphobie

In Ergänzung zur Panikstörung werden die angtsauslösenden Situationen aufgesucht (Menschenmengen z. B.) mit ausführlicher Vor- und Nachbesprechung und zunächst therapeutischer Begleitung.

 

Bewältigung spezifischer Phobien

Da das angstauslösende Objekt oder die Situation meist vermieden wird, hat es sich als effektive Methode herausgestellt, sich mit dieser Angst zu konfrontieren.

Dabei gibt es die Möglichkeit, sich in der Vorstellung als auch im echten Leben damit auseinanderzusetzen (z. B. sich mit einem Hund, Spinne in der Vorstellung konfrontieren oder Sessellift, Aufzug fahren).

Dies bedarf ausführlicher Vorbesprechung, Informationsvermittlung und zu Beginn auch Anleitung durch den Therapeuten.

 

 

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